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– Branche Automobilindustrie

Künstliche Intelligenz in der Automobil­industrie – Visuelle Qualitäts­sicherung auf dem nächsten Level

Der Einsatz modernster KI-Algorithmen in der Automobilindustrie stellt höchste Qualität in jeder Fertigungsstufe sicher: vom Presswerk über die Lackiererei, bei Komponentenlieferungen bis hin zur Endmontage.

KI macht Fehler klassifizierbar – in Takt­zeit, in Serie, in Qualität „Made-in-Germany“.


In der Automobilindustrie entscheidet jedes Detail: kleinste Kratzer auf der Karosserie, Lunker im Fahrwerksguss oder unvollständige Schweißnähte wirken sich unmittelbar auf Sicherheit, Markenimage und Kundenzufriedenheit aus.

KI ist der Schlüssel für das Qualitätsmanagement von Automobilherstellern und Zulieferern von Automotive-Komponenten, um maximale Prozesssicherheit, geringere Nacharbeit und die perfekte Driving-Experience für den Endkunden sicherzustellen.

36ZERO Vision bringt Deep Learning in die Serienproduktion – hochautomatisiert oder individuell gefertigt.

Die Cloud-Plattform dient der Entwicklung von KI-Modellen individuell für jede Anwendung. Sie wird initial mit bekannten Fehlertypen trainiert und kann durch Interaktion mit Mitarbeitern kontinuierlich verbessert werden. So passt sie sich neuen Fahrzeugmodellen, Varianten, neuen Anwendungen und Fertigungsbedingungen flexibel an und macht Qualitätsentscheidungen weltweit standardisiert.

Bilder industrieller Kameras werden mit den trainierten Modellen autark, on-premise und in Echtzeit analysiert, Fehlermuster erkannt und Bauteile objektiv bewertet. Oberflächen, Materialstrukturen und Montageprozesse lassen sich dadurch ohne Verzögerung prüfen – schneller und präziser als durch das menschliche Auge oder klassische Systeme wie Annomalieerkennung, welche jedwede Abweichung als Fehler deklariert.


Typische Fehlerarten in der
automobilen Fertigung:

1. Oberflächenfehler


  • Kratzer, Riefen, Dellen an Karosserie- oder Zierteilen.
  • Lackfehler – Staubeinschlüsse, Läufer, Orangenhaut.
  • Gratbildung an Kunststoff- oder Metallbauteilen.
  • Schleif- oder Polierspuren.

2. Material- und Gefügefehler


  • Poren und Lunker im Guss (z. B. Motorblock, Fahrwerkskomponenten).
  • Einschlüsse (Schlacke, Oxide) im Metall.
  • Risse bei Zahnrädern, Wellen, Kolbenringen und Antriebssträngen nach dem Pressen, Härten oder Schweißen.

3. Montage- und Verbindungsfehler


  • Fehlende oder falsch montierte Teile z. B. Schrauben, Dichtungen, Kabel.
  • Schweißfehler – z.B. Bindefehler, unvollständige Durchschweißung.
  • Klebe- und Dichtfehler – fehlerhafte Aufbringung, die beispielsweise zu Leckagen in Türen, Scheiben oder Kühlkreisläufen führen können.

Herausforde­rungen für das Qualtäts­management von OEM‘s und TIER1Lieferanten

Pseudoausschuss

Fälschlich aussortierte Teile führen zu hohem manuellem Aufwand oder unnötiger Erhöhung des Ausschusses.

Späte Fehlerentdeckung

Die Weiterverarbeitung und Veredelung von fehlerhaften Bauteilen erhöht unnötig den Ressourceneinsatz und senkt die Kapazität der Produktionsanlagen.

Kundenreklamationen und Rückrufe

Ein übersehener Fehler in der Linie kann zu aufwendigen Nacharbeiten oder teuren Rückrufen führen.

Variantenvielfalt & Komplexität

Unterschiedliche Modelle, Ausstattungsvarianten, Farben und Materialien machen Grenzmuster komplex und stellen herkömmliche Vision Systeme vor Grenzen.

Fachkräftemangel & Subjektivität

Manuelle Sichtprüfungen sind ermüdend, zeitintensiv, uneinheitlich und binden dringend benötigte Mitarbeiter.

Taktzeit & Toleranzen

Hohe Bandgeschwindigkeiten, wechselnde Lichtbedingungen und Positionsabweichungen.

Skalierung & Pflege

Modelle, Grenzmuster und Qualitätskonzepte müssen weltweit konsistent Anwendung finden und standardisiert werden.

Einaltung von VDA-Standards und ISO-Normen

Hersteller von Fahrzeugen und Komponenten der gesamten Automotive-Lieferkette stellen ein einheitliches Qualitätsmanagement bei Produkten und Prozessen sicher, von der Entwicklung bis zur Auslieferung des Fahrzeugs an den Endkunden.
lack_einschluss_class_a_fläche
In der A-Fläche ist ein Staubeinschluss sichtbar, der die Oberflächenqualität beeinträchtigt.
kratzer_class_a_fläche
Auf der A-Fläche befindet sich ein minimal sichtbarer Kratzer.
spaltmaß_zu-groß
Das gemessene Spaltmaß überschreitet die vorgegebene Toleranzgrenze.

Mehrwert durch KI-gestützte Qualitäts­sicherung durch Fehlermuster­erkennung


  • Verbesserung der Prozesse bei hoher Produktvarianz – Künstliche Intelligenz erkennt Fehler auch bei wechselnden Modellen, Farben oder Materialien.
  • Hardware-agnostische Technologie – Software-definierter Algorithmus ist unabhängig von eingesetzten Bildverarbeitungssystemen.
  • Objektive Entscheidungen – Einheitliche Prüfentscheidung unabhängig von Zeit, Produkt und äußeren Einflüssen.
  • Nahtlose Integration – Turnkey-Lösungen, sowie Retrofitting in bestehende Anlagen und Linien.
  • Aussagekräftiges Echtzeit-Feedback – Automatisierte Rückmeldung mit genauen Informationen zu den gefundenen Fehlern (Klassifizierung) erlaubt die Optimierung von Prozessabläufen (z. B. Lackauftrag, Schweißparameter).
  • Kostenreduktion und höhere Effizienz – Weniger Nacharbeit, weniger Pseudoausschuss und weniger Rückrufe durch effizientere Qualitätskontrollen.
  • Traceability & Rückverfolgbarkeit – Reproduzierbare, lückenlose und automatisierte Dokumentation (Bild, Befund, Grenzmuster)
  • Human-in-the-Loop – Werker-UI für Befundbestätigung und einfaches Nachlabeln
  • Globale Skalierbarkeit – Effektive und einheitlich Qualitätsstandards an allen Standorten.

KI – Anwendungen
in der Automobil­industrie

  • 1 // Presswerk & Karosserie:
    Detektion von Kratzern, Riefen, Dellen und Riessen an Blechteilen.
  • 2 // Lackiererei:
    Erkennung von Staubeinschlüssen, Läufern oder Orangenhaut in Echtzeit – noch vor dem Trocknungsprozess.
  • 3 // Gießerei & Antriebsstrang:
    Analyse von Poren, oberflächlichen Lunkern, Einschlüssen und Härtefehlern in Gussteilen, Zahnrädern, Kolbenringen, Antriebssträngen oder Felgen.
  • 4 // Schweiß- und Klebeprozesse:
    Kontrolle von Bindefehlern, unvollständigen Nähten oder Kleberaupen-Unterbrechungen.
  • 5 // Spritzguss & Interieur:
    Erkennen von Graten, Blasen oder Einfallstellen bei Kunststoffbauteilen.
  • 6 // Endmontage:
    Prüfung von Vollständigkeit (Schrauben, Clips, Dichtungen, Kabel) und korrekter Positionierung aller Teile.
  • 7 // Text- und Codelesen:
    OCR-gestützte Erfassung von VINs, Bar- und QR-Codes zur lückenlosen Dokumentation.

Die wichtigsten Fragen
auf einen Blick:


Welche Oberflächenfehler und Qualitätsdefekte erkennt KI-basierte, visuelle Qualitätsinspektion in der Automobilfertigung und Automotive-Zulieferkette?
Die KI-basierte, visuelle Qualitätsinspektion von 36ZERO Vision erkennt und klassifiziert in der Automobilfertigung ein breites Defektspektrum: Oberflächenfehler wie Kratzer, Riefen und Dellen auf Karosserieteilen und Pressformteilen; Lackierungsfehler wie Staubeinschlüsse, Läufer und Fehlstellen; Schweißnahtdefekte wie Poren, Spritzer und Nahtunterbrechungen; Guss- und Schmiedefehler wie Lunker, Kaltläufer und Schwindungsrisse im Fahrwerks- und Motorenbereich; sowie Montageabweichungen wie fehlende oder falsch positionierte Bauteile in der Endmontage. Hochreflexive und komplex strukturierte Metalloberflächen stellen besondere Anforderungen an jedes Prüfsystem – der Deep Learning-Algorithmus von 36ZERO Vision ist durch seinen datenzentrischen Ansatz inhärent robust gegenüber Reflexionen und Beleuchtungsvariationen.
Wie unterstützt KI-basierte, visuelle Qualitätsinspektion die Rückverfolgbarkeitsanforderungen nach IATF 16949 in der Automotive-Zulieferindustrie?
36ZERO Vision protokolliert jeden Prüfvorgang lückenlos: Zeitstempel, Prüfergebnis, Fehlerklasse, Fehlerbild und Entscheidungsgrundlage werden für jedes geprüfte Bauteil revisionssicher zur Verfügung gestellt. In Kombination mit der integrierten QR-Code- und Datamatrix-Lesung lässt sich jedes Automotive-Bauteil eindeutig identifizieren und sein vollständiger Prüfverlauf nachvollziehen. Dies ist eine Kernanforderung der IATF 16949, der internen OEM-Audit-Standards und der Produkthaftungsgesetzgebung. Im Rückruffall – der mit erheblichen Kosten und Reputationsschäden verbunden sein kann – ermöglicht die lückenlose Prüfdokumentation eine schnelle, präzise Eingrenzung betroffener Produktionschargen und Lieferdaten.
Kann KI-basierte, visuelle Qualitätsinspektion bestehende AOI-Systeme bei Automobilzulieferern ablösen oder als Retrofit ergänzen?
36ZERO Vision kann bestehende automatische optische Inspektionssysteme (AOI) in der Automobilfertigung sowohl ergänzen als auch per Software-Retrofit vollständig ersetzen. Als Ergänzung setzt die Plattform auf vorhandene Kamerasysteme auf und verbessert deren Erkennungsgenauigkeit durch Deep Learning-Algorithmen – ohne Hardware-Neuinvestition. Bei einer Retrofit-Lösung werden bestehende Prüfprogramme durch selbstlernende Algorithmen abgelöst, die mit typischerweise 5–20 Trainingsbildern pro Fehlertyp eingerichtet werden. Die Integration in Automatisierungsumgebungen wie Bosch Rexroth ctrlX OS und Siemens Industrial Edge ist vorkonfiguriert.
Wie schnell passt sich KI-basierte, visuelle Qualitätsinspektion an neue Fahrzeugmodelle und Plattformwechsel in der Automobilproduktion an?
Bei Modell- oder Plattformwechsel – in der Automobilproduktion eine häufige und kostspielige Situation für Qualitätsprüfsysteme – reduziert 36ZERO Vision den Umrüstaufwand auf ein Minimum. Über die No-Code Self-Service Plattform lädt ein Qualitätsmitarbeiter einige Beispielbilder des neuen Bauteils hoch, annotiert die relevanten Fehlermerkmale, und das trainierte Deep Learning-Modell ist innerhalb von 30 Minuten produktionsbereit. Ein direkter Wettbewerbsvorteil in zunehmend schnelllebigen Fahrzeugprojektzyklen mit steigender Variantenvielfalt.

Digitale Transformation durch KI in der Automobil­industrie